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Samstag, 27. Oktober 2018

Konflikte

Unsere Einstellung zu Konflikten ist ambivalent. Schauen wir in die Hochglanzmagazine oder schauen uns „Lebensberater“ in den (sozialen) Medien an, scheint alles ganz einfach. Mit der richtigen Technik für das Atmen oder Lächeln entstehen kein Konflikte.

Aber (ein bewusstes „aber“) das entspricht nicht der Realität. Konflikte begleiten uns von Kindesbein an bis zum Lebensende. Als Kinder waren wir verstimmt wenn wir unser Zimmer aufräumen sollten oder wir nicht täglich unser Lieblingsessen bekamen.

Zu erkennen, dass jemand anders eine Entscheidung für uns trifft die sich nicht mit unseren Vorstellung deckt, bringt uns in eine Konfliktsituation.

Eltern, Lehrer, Chefs, Partner im Privat oder Geschäftsleben, sie alle verursachen Konflikte mit unserem Mindset. Häufig lernen wir dabei automatisch mit dieser Konfliktsituation umzugehen und uns anzupassen.

Es kommt jedoch vor, dass uns eine Situation stark belastet sei es privat oder beruflich.
Ein Verdrängen bzw. Ignorieren kostet meiner Meinung nach zu viel Energie. Es ist besser, diese in die Suche nach einer Lösung zu investieren.
Und ja, je schwerer der Konflikt umso anstrengender kann die Suche nach einem Kompromiss oder einer Entscheidung sein. Und das Ergebnis kann hart ausfallen, zum Beispiel, dass eine Trennung im privaten oder beruflichen Umfeld erforderlich ist.
Die persönliche „Kosten/Nutzen-Analyse“ muss jede oder jeder für sich selbst vornehmen.
Mir selbst hilft dabei eine Visualisierung, z.B in Form einer Lebenslinie aus dem systemischen Coaching.
Wenn sich private und berufliche Konflikte vermischen kann es angebracht sein sich den Rat einer ausgebildeten Fachkraft einzuholen.

Ich teile die Ansicht, dass uns Konflikte im Leben weiterbringen. Nämlich dann wenn wir sie gelöst haben. Dabei kann uns eine gelungene Technik beim Atmen oder Lächeln helfen mit einer konstruktiven Einstellung in eine Konfliktsituation einzusteigen. Der Rest liegt an uns.

Montag, 8. Oktober 2018

Montag, 1. Oktober 2018

Vom Senden und Zuhören


Wie häufig erwähnen Menschen, dass ihnen gute Zuhörer fehlen? Sie haben das Gefühl, dass ihnen zu wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, und sie sich nicht verstanden fühlen.

Findet sich ein Empfänger ist die Freude groß, und das Senden beginnt. Und da sich über die Zeit einiges angesammelt hat gibt viel zu sagen. Da kann es schon mal passieren, dass übersehen bzw. überhört wird, dass der Empfänger etwas zurücksendet.

Dies führt im beruflichen oder privaten Bereich zu Problemen. Wenn sich das Gegenüber nicht wahrgenommen fühlt, obwohl es die ganze Zeit ein „Ohr“ hatte, entsteht der Eindruck nicht wertgeschätzt zu werden. Und die Reaktionen darauf sind bei fast allen Menschen gleich, nämlich Frust, Rückzug oder Schweigen.

Wenn Sie also das Glück haben einen Menschen zu kennen der zuhören kann, nehmen Sie diesen bitte auch wahr, in dem Sie auf seine Worte eingehen.

Für das reine Zuhören gibt es professionell ausgebildete Menschen. Manchmal ist es besser deren Dienste in Anspruch zu nehmen.

Sonntag, 23. September 2018

Wasser fließt und findet immer seinen Weg


Es begann mit einem kleinen Fleck an der Decke meiner Wohnung, zunächst so klein, dass Zweifel aufkamen, ob es sich wirklich um einen Wasserschaden handelte. Nach kurzer oberflächlicher Such wurde scheinbar eine Ursache gefunden. Drei Wochen später hatte sich ein massiver Schaden über zwei Etagen und in drei Wohnungen ausgebreitet.

Bei einer Beziehung ob privat oder beruflich ist es ähnlich. Häufig fängt es mit einer kleinen Bemerkung oder einem Missverständnis an. Vielleicht bestehen Zweifel daran, ob es wirklich ein Schaden ist. Aus Bequemlichkeit und (oder) Angst vor Unannehmlichkeiten wird die Situation eventuell nicht für voll genommen und halbherzig nach einer Lösung gesucht, und ein klärendes Gespräch aufgeschoben. Aber Sorgen und Emotionen suchen sich immer einen Weg aus unserem Unterbewusstsein, sei es in Form von Schlaflosigkeit, Scherzen oder Übellaunigkeit. Genauso wie Wasser das sich immer seinen Weg findet.

Daher ist es besser genau nach der Ursache zu suchen, und die Probleme rechtzeitig zu klären, so lange sie noch ein kleiner Fleck sind.

Sonntag, 9. September 2018

Das Taschentuch in der Faust


Als Kleinkind habe ich sehr schnell Laufen gelernt. Allerdings benötigte ich dafür ein Taschentuch, fest mit meiner Faust umklammert.
Ohne Taschentuch fiel ich grundsätzlich auf den Boden.
Als Jugendlicher war es mir immer unangenehm, wenn meine Eltern diese Geschichte erzählten. Mit zunehmenden Alter kann ich immer mehr darüber schmunzeln.
Brauchen wir nicht auch als Erwachsene ein Taschentuch in der Hand?
Als Metapher für all die Dinge die uns antreiben oder das Gefühl von Sicherheit geben?
Das Vertrauen oder die Liebe eines Menschen? Die vermeintliche Kontrolle über unser Leben?
Was aber geschieht, wenn das Taschentuch verlieren? Fallen wir dann auch hin? Geben wir die Hoffnung auf ein neues Taschentuch auf? Verschwenden wir zu viel Zeit auf der Suche nach einem neuen Tuch?

Meiner Ansicht ist es gut sich an einem Taschentuch festzuhalten, aber nicht zu verkrampft, und in dem Wissen, dass wir dieses jederzeit verlieren können. Sollten wir hinfallen, ist es wichtig wieder aufzustehen und weiterzugehen. Es findet sich dann schon wieder ein neues Taschentuch. 😊


Sonntag, 2. September 2018

Z'ha'dum


Die Serie „Babylon 5“ beschreibt den klassischen Kampf Gut gegen Böse. Eine Allianz von interstellaren Völkern kämpft gegen die „Schatten“, sprich das Böse.
In der entscheidenden Schlacht steht der Captain Sheridon
von der Allianz am Rand eines Kraters auf Z'ha'dum dem Heimatplaneten der Schatten. Das Böse ist in der Überzahl und am gewinnen. Sheridon springt in den Abgrund, lenkt sein Raumschiff in den Planetenkern und bringt Z'ha'dum zur Explosion. Die Schatten ziehen sich zurück, das Gute gewinnt, Sheridon überlebt durch ein Wunder.

Manchmal stehen wir am Abgrund und sind umzingelt von Sorgen und Problemen, sprich dem Bösen.
Und
eventuell müssen wir dann springen. Das meine ich metaphorisch und nicht als Aufforderung zum Springen aus dem Fenster o.ä..
Ich meine das Springen in das Risiko. Aus der Komfortzone herausspringen. Aus einer Beziehung, oder in eine hinein. Alte Verhaltensmuster verlassen, sich auf neue Situation einzulassen.
Sicher, das Gute gewinnt garantiert immer nur in Hollywoodproduktionen. In unserer Realität ist Risiko hoch, am Ziel vorbeizuspringen. Manchmal jedoch, reicht schon der Versuch, damit das Gute gewinnt.

Montag, 20. August 2018

Elephant on the chain

The coach Curse told in his podcast (source) of an experience in Sri Lanka. There, young elephants were placed a chain on the foot. Over the years, the animal gets used to the resistance if the set range of motion is to cross. When the elephant is large grown up, the chain is removed and the animal remains in its known radius. We humans are similar. Our youth and upbringing are a long-lasting influence. When we as adults are on our own feet, we move in the radius we know. The outside world remains closed to us. Don‘t be the elephant on the chain.


Donnerstag, 9. August 2018

Ich bin ein Eichhörnchen

Als mir zuletzt mal wieder dutzende Ideen durch den Kopf geisterten, blickte ich aus dem Fenster und sah ein Eichhörnchen. Immer wieder abgelenkt von einer neu entdeckten Nuss rannte es hin und her durch den Garten.

Vielleicht handeln wir als Menschen ähnlich. Immer wieder haben wir eine neue Idee, doch bevor wir sie umsetzten, haben wir einen Teil auch schon wieder vergessen.

Wie das Eichhörnchen mit seiner Nuss, ziehen wir die Ideen vor, die sich leicht und kurzfristig umsetzen lassen.
Und wie in der Natur ergibt dieses Verhalten auch einen Sinn. Wir vergraben Ideen z.B. im Notizbuch, und graben sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder raus.

Die Ideen (Nüsse), die wir vollständig vergessen haben waren es schlicht nicht wert sich zu erinnern.

Und manchmal, ja manchmal wird aus einer vergessenen Nuss ein großer schöner Baum….. In diesem Sinne, gutes Gelingen beim Graben.

Donnerstag, 2. August 2018

Konstruktive Kritik vs. Missgunst


Haben Sie auch schon diese Erfahrungen gemacht? Sie denken laut über Ihre Idee im Kreis der Familie, Freunde oder Kollegen nach.
Im Laufe des Gesprächs erhalten Sie dann „Gegenwind“ von einer Person. Sie werden damit konfrontiert, dass das „Risiko zu hoch sei“ oder „das Konzept nicht durchdacht“ etc.
Von Ihnen selbst nur als Brainstorming gedacht, landen Sie auf einmal in der Rechtfertigungsecke.
Und das trägt nicht gerade zur Steigerung Ihrer Laune bei. Insbesondere dann, wenn Ihnen gesagt wird, dass Sie nicht fähig seien, mit konstruktiver Kritik umzugehen.

Vielleicht sollte zwischen Missgunst und konstruktiver Kritik unterschieden werden.
Jemanden grundsätzlich seine Ideen ausreden zu wollen hat nichts mit konstruktiven Gedanken zu tun, sondern basiert eventuell auf Neid und Missgunst. Keine eigenen Ideen zu haben kann bei einigen Menschen dazu führen, dass sie Anderen ihre Ideen schlechtreden wollen.

Konstruktive Kritik sollte immer auf den Argumenten und Ideen des Anderen basieren.
Ihnen nahestehende Personen, die Sie gut kennen, werden auf Ihre Ansichten eingehen.
Ärgern Sie sich nicht über Neider, versuchen Sie den Kontakt zu diesen zu minimieren.
Und vor allen Dingen, halte Sie an Ihren Ideen fest!!

Mittwoch, 6. Juni 2018

Fehlermanagment

Es ist ein wenig so wie mit der Diskussion über das Ei und die Henne.
Was war zuerst da?
Der Fehler, und die daraus resultierenden Selbstreflexion hinsichtlich der zukünftigen Fehlervermeidung, bzw. Fehlereduzierung?
Oder die mangelnde Bereitschaft sich Fehler zuzugestehen? Unser Bildungsystem und unsere Arbeitswelt fördern meiner Ansicht nach die Fehlersuche bei anderen. Da wir in Deutschland keine "Kultur des Scheitern" haben, erstaunt es nicht, dass es zu Erscheinungen wie dem
Dunning-Kruger-Effekt kommt. Fehler werden mit Scheitern gleichgesetzt. Also wird der Fehler verneint, oder bei anderen gesucht.
Jedoch, eine Entwicklung kann nur dann entstehen, wenn Fehler Lernprozesse auslösen. Die Denkweise seine Fehler auszuschließen, schließt somit auch eine weitere persönliche Weiterentwicklung aus.




Donnerstag, 31. Mai 2018

Curse 1K oder die Sache mit dem Focus

Ich bin ein großer Fan von Curse.
Musik, Texte und Podcast haben mich sicher beeinflusst.
Beim letzten Konzert in Hamburg konnte ich ein tolles Foto knipsen. Ich stellte i es in das Netzwerk „ELLO“. Hier geht es weniger um „Likes“ sondern um „Views“.

Das Bild wurde recht schnell und häufig angeschaut. Die Zahl der „Views“ stieg. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht so lange aktiv bei ELLO, und ich wünschte mir das Erreichen von 1.000 Views, sprich 1K.
Leicht manisch kontrollierte ich den Anstieg der Views auf 300, 600 und 700. Dann verlangsamte sich die Entwicklung, und die Zahl 1000 geriet in weite Ferne.
Andere Bilder von mir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits 1K erreicht. Ich hatte es nur nicht mitbekommen……
Mein Focus war falsch ausgerichtet. Ich verband mein Glück nur mit dem Erreichen eines einzigen selbstdefinierten Zieles. Das sich außerhalb meines Focus sich bereits Erfolge eingestellt hatten, bekam ich gar nicht mit.

Diese kleine Geschichte soll nur verdeutlichen, wie wir uns manchmal in beruflichen, als auch privaten Belangen zu sehr auf das Erreichen eines statischen Zieles konzentrieren.
Wenn wir dies nicht erreichen werden wir missmutig oder gar grantig.
Das bereits Erreichte wird dann gar nicht, oder zu spät, zur Kenntnis genommen.

Am Ende sei erwähnt, dass das erwähnt Bild nach vier Wochen „1K“ erreicht hat.

Ein Jahr verschenkt?

Am 9. Oktober 2023 startete die Petition zur Einführung einer Europäischen Vermögenssteuer. Diese Forderung richtete sich an die Europäische...